Wie sieht ein guter Pressetext aus?

Pressetexte selbst zu verfassen ist gar nicht so einfach. Die PR-Beraterin Kerstin Hoffmann nennt in Ihrem Blog-Artikel Was unterscheidet eine Pressemitteilung von einem Werbetext? praktische Richtlinien für Do-it-yourself-Journalisten. Ein gewisses Talent für die Schreibe sollte natürlich vorhanden sein, etwas Einarbeitung in die Thematik schadet sicher auch nicht. Beides vorhanden? Dann fasse ich für Sie kurz die Richtlinien für Pressetexte aus dem Artikel zusammen und ergänze einige Hinweise:

Journalistischer Anspruch:

  • keine Werbesprache, keine plakative Slogans, Meinungsäußerungen, unbewiesene Behauptungen, keine direkten Handlungsaufforderungen.
  • Stattdessen: Fakten, Fakten, Fakten, wenn möglich mit Quellenangabe.
  • Wörtliche Zitate in Anführungstriche, Zitat-Urheber namentlich nennen.
  • erzählender, sachlicher Sprachstil; Text gut durchstrukturiert.
  • (Muss man Rechtschreibung, Satzbau und Interpunktion hier erwähnen?)

Leichte Verwendbarkeit:

  • Die wichtigsten Aussagen an den Anfang.
  • Mehrere „Sollbruchstellen“ einbauen, an denen der Redakteur den Text ohne Bearbeitung abschneiden kann.
  • Komplette Kontaktdaten aufführen, weitere Materialien und Infos leicht verfügbar machen. (Anhang, Download-Link)

Prüfen Sie Ihren nächsten Pressetext doch anhand dieser Kriterien. Wenn der Text eher einem Werbebrief ähnelt: Nochmal neu schreiben. Schließlich soll Ihre Pressemitteilung nicht im Papierkorb des Redakteurs landen sondern auf der Titelseite!

Ich bin Marcel, freier Business-Texter mit über 11 Jahren Erfahrung und einem Schwerpunkt auf den Themen Personal, IT, Management und Marketing. Du kannst mich gerne für Deinen Blog oder Dein Projekt buchen. Hier erfährt du noch ein bisschen mehr über mich.

2 Gedanken zu “Wie sieht ein guter Pressetext aus?”

  1. gute, kurze Zusammenfassung.
    Bleibt zu hoffen, dass wir, als Werbeagenturen, es auch schaffen unsere Kunden von „richtiger“ Pblic Relations zu überzeugen und nicht nach der dritten Korrekturschleife doch nur „redaktionelle Werbung“ herauskommt.

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