Wie die Imagebroschüre ihren Namen verdient

Imagebroschüren (auch Firmenbroschüren genannt) sind nach Visitenkarten oftmals das erste Werbemittel eines neuen Unternehmens. Sie werden bei Kundenbesuchen überreicht, Mailings beigelegt oder auf Messen verteilt. Sie sollen dem Betrachter ein Bild – Image – des Unternehmens vermitteln und ihn motivieren, Kontakt aufzunehmen. Leider haben viele Imagebroschüren Ihren Namen ganz und gar nicht verdient. Leere Phrasen, Textwüsten und ellenlange Aufzählungen, zusammengewürfelte Fotos aus kostenlosen Bilddatenbanken oder sogar Word-Cliparts lassen die Broschüren im besten Falle nichtssagend, meistens aber negativ wirken. Warum ist das so?

Gerade in kleinen Betrieben sind Unternehmer für alles zuständig und gewohnt, alles zu entscheiden. Deshalb bestehen sie bei der Gestaltung der Werbemittel gerne darauf, auch hier die eigene Sichtweise und den eigenen Geschmack durchzusetzen. Doch insbesondere bei Imagebroschüren kann sich diese Gewohnheit fatal auswirken. Dann spiegelt die Broschüre nämlich das Selbstbild des Unternehmers wieder. Weil außenstehende Betrachter – also die Kunden – anders ticken und eine eigene Sichtweise haben, springt die Botschaft der Imagebroschüre nicht über. Das Ziel wurde schlichtweg verfehlt, die Produktion hätte man sich sparen können.

Der erste Schritt zu einer Imagebroschüre, die ihren Namen verdient, ist daher eine Frage: „Welches realistische Bild meines Unternehmens sollen meine Zielpersonen nach der Lektüre der Imagebroschüre haben?“ Da leider niemand gegen eine gewisse Betriebsblindheit immun ist, sollte man sich zur Beantwortung dieser Frage eine externe Meinung holen, im besten Fall eine Agentur oder einen Berater.
Wenn die inhaltliche Linie steht, kann man sich Text und Gestaltung zuwenden. Hier gibt es einige einfache Regeln, mit denen Sie Ihrem Ziel einen großen Schritt näher kommen.

  1. Nicht labern! Je konkreter, kürzer und knapper Sie formulieren, desto eher wird der Text Wirkung erzielen. Außerdem sollten Sie auf abgedroschene Phrasen verzichten. Anstatt sich fantasievoll als „kompetenter Partner“ zu bezeichnen, sagen Sie klipp und klar worin Ihre Kompetenz genau besteht und was der Kunden davon hat.
  2. Nicht was, sondern wer und wie! Ihre Leistungen lassen sich meist in wenigen Sätzen beschreiben. Viel interessanter für den Leser ist doch, wer Sie sind und wie Sie arbeiten. Denn darin unterscheiden Sie sich von Ihren Mitbewerbern. Außerdem bauen Sie Vertrauen auf, wenn Sie persönliche Einblicke geben.
  3. Lasst Kunden sprechen! Ehrliche Kundenmeinungen sagen tausendmal mehr über ein Unternehmen aus als jeder Marketingtext.
  4. Bild dir dein Image! In den meisten Broschüren sind Bilder das bestimmende Element. Statt kostenlose Schnappschüsse aus dem Internet sollten Sie hochwertige Bilder oder Fotos mit einer einheitlichen Linie (Motiv, Farbe, Aussage,etc.) wählen, die Ihr gewünschtes Image unterstützen. Ein Foto-Shooting in Ihren Betriebsräumen ist auch gar nicht so teuer, wie Sie denken.
  5. Es kommt nicht auf die Größe an! Die 20-seitige Hochglanzbroschüre passt vielleicht zum mittelständischen Maschinenbauer, zum Ein-Mann-Hausmeisterservice sicher nicht. Ein ungewöhnliches Format kann gewählt werden, um auch mit wenig Inhalt Aufmerksamkeit zu erregen.

Ob Sie die Broschüre nun vom designbegabten Cousin dritten Grades oder von einer ausgewachsenen Agentur gestalten lassen spielt zunächst keine Rolle. Aber Sie sollten wissen, dass eine Imagebroschüre nicht mal nebenbei  erstellt werden kann. Ein schlechtes Image können Sie später auch nicht mal nebenbei wieder umdrehen. Planen Sie also genügend Zeit und Geld ein, nehmen Sie Ihre eigene Meinung etwas zurück… und beachten Sie natürlich meine Tipps! Damit Ihre Imagebroschüre den Namen auch verdient.

Marcel ist freier Business-Texter mit über 10 Jahren Erfahrung und einem Schwerpunkt auf den Themen Personal, IT, Management und Marketing. Seine nächste Herausforderung: Mal einen kurzen Blog-Artikel schreiben. Du kannst ihn gerne für Deinen Blog oder Dein Projekt buchen. Hier erfährt du mehr über ihn.

1 Gedanke zu “Wie die Imagebroschüre ihren Namen verdient

Kommentare sind geschlossen.