Umsatz oder Image? Für wen sich Imagewerbung lohnt

Reine Imagewerbung ist (im Gegensatz zur Produktwerbung) im Mittelstand noch recht selten anzutreffen. Das liegt an der Eigenheit, den Nutzen von Werbung an der unmittelbaren Umsatzsteigerung zu messen. Weitere Gründe sind die teilweise Unkenntnis über die Wirkung von Imagewerbung sowie das Fehlen von Instrumenten zu deren Messung bzw. zur Erfolgskontrolle. Klar, dass Produktwerbung und direkte Absatzförderung hier im Vordergrund stehen. Dabei lohnt sich Imagewerbung aber nicht nur für Konzerne. Gut gemacht, können auch KMU stark davon profitieren und Imagepflege mit Umsatzsteigerung verbinden.
Ob sich Imagewerbung lohnt, hängt von einigen Faktoren ab:

  • Komplexität und Abstraktheit der Produkte
  • Qualität der Produkte
  • Ruf und Bekanntheit des Unternehmens

Die positiven Effekte von Imagewerbung sind umso höher, je stärker die einzelnen Faktoren ausgeprägt sind. Imagewerbung eines Unternehmens mit mangelhaften Produkten und schlechtem Ruf wird wohl kaum glaubhaft sein. Ebenso wenig geeignet ist sie für Unternehmen mit einfachen, günstigen Produkten. Der Kunde kann diese Produkte leicht vergleichen und wird sich eher von Produkteigenschaften leiten lassen als vom Unternehmensimage.

Sehr wirkungsvoll ist Imagewerbung dagegen für hochpreisige Dienstleister oder Unternehmen, die sich durch Service vom Wettbewerb abheben. Da Kunden diese Angebote schlecht beurteilen und vergleichen können (Dienstleistungen sind ja „Einzelstücke“, auch wenn der Umfang standardisiert ist), wird das Unternehmensimage zum entscheidenden Faktor. Beispielsweise sind die Erfolge einer Beratungsleistung im Voraus schlecht abschätzbar. Wenn aber mit einem Beratungsunternehmen Eigenschaften wie kompetent, sympathisch, vertrauensvoll, innovativ, partnerschaftlich assoziiert werden ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Kunden dieses Unternehmen statt eines Wettbewerbers wählen, der nur mit Produktnutzen argumentiert.

Imagewerbung trägt also mittelfristig auch zur Umsatzsteigerung bei und kann auch für KMU eine sinnvolle Ergänzung zur Produktwerbung sein. Oft können sogar beide Arten kombiniert werden. Vorraussetzung für den Erfolg von Imagewerbung ist, dass sie im Rahmen einer langfristigen Marketingstrategie betrieben wird, schließlich kann man den Ruf eines Unternehmens nicht wie Socken wechseln. Außerdem sollten sich kleinere Unternehmen durch Spezialisten beraten lassen, damit die gewünschte Wirkung erzielt wird. Durch ein Controllingsystem und z.B. regelmäßige Kundenbefragungen wird der Erfolg von Imagewerbung gemessen. Im langfristigen Vergleich zeigen sich dann (hoffentlich positive) Einflüsse des Images auf den Umsatz.

Wenn Sie also das nächste Mal entscheiden müssen: Umsatz oder Image? Nehmen Sie beides.

Ich bin Marcel, freier Business-Texter mit über 11 Jahren Erfahrung und einem Schwerpunkt auf den Themen Personal, IT, Management und Marketing. Du kannst mich gerne für Deinen Blog oder Dein Projekt buchen. Hier erfährt du noch ein bisschen mehr über mich.

2 Gedanken zu “Umsatz oder Image? Für wen sich Imagewerbung lohnt”

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