9 Tipps, wie du den perfekten Freelance-Texter finden und beauftragen kannst

Wenn du Content Marketing betreibst, brauchst du laufend neue Ideen, Inhalte und Texte. Die meisten Unternehmen arbeiten dabei mit Freelance-Textern zusammen. Doch wie kannst du den Texter finden, der deine Sprache spricht und perfekt zu deinen Marketingzielen passt? Mit den 9 Tipps aus diesem Artikel klappt es sicher!

Einen guten Freelance-Texter zu finden ist nicht einfach. Auf Online-Portalen wie Textbroker oder Content.de bekommst du nur mit viel Glück Qualität. Erfahrene Profis dagegen sind teuer und oft lange im Voraus ausgebucht. Dazu kommt die Schwierigkeit, jemanden zu finden, der wirklich zu dir, deinem Unternehmen und in dein Marketingkonzept passt. Text ist eine Frage des Stils. Nicht unbedingt jeder, der gut texten kann, eignet sich für dein Projekt. Der eine schreibt umgangsprachlich, der andere fachlich korrekt, der eine kennt sich mit Reisen aus, der andere mit Finanzen.

Viele Auftraggeber machen den Fehler, dass Sie die Suche nach und Arbeit mit Freelancern schlecht vorbereiten. Es läuft nach dem Muster ab: „Wir wollen jetzt bloggen und müssen schnell einen Texter finden, der das macht. Lass uns mal rumfragen, wer jemanden kennt oder eine kostenlose Online-Anzeige aufgeben.“ Das kann funktionieren – eine gute Empfehlung ist immer noch Gold wert und kann eine lange, aufwändige Suche ersparen. Doch wenn du einen guten Freelance-Texter suchst, solltest du es nicht dem Zufall überlassen, den passenden zu finden und ihn für dich zu gewinnen.

Texter finden und beauftragen: 9 Tipps aus der Praxis

Sieh die Suche als „Recruting“ an – es macht keinen so großen Unterschied, ob du einen festen oder einen freien Texter suchst. Bereite deine Suche gut vor, nutze effektive Methoden und Kanäle und präsentiere dich als professioneller Auftraggeber. Mit diesen 9 Tipps aus meiner jahrelangen Berufspraxis kommst du sicher ans Ziel und wirst für dich den idealen Texter finden.

1. Erstelle ein Profil des Texters, den du suchst

Wenn du nicht weißt, wen du suchst, wirst du ihn auch nicht finden. Definiere, wie der ideale Texter für deinen Auftrag aussehen sollte. Natürlich muss er gut schreiben können und die deutsche Rechtschreibung und Grammatik beherrschen, doch ist das längst nicht alles, was zählt. Beantworte folgende Fragen:

  • Textart: Suchst du einen Texter für Blogartikel, Fachartikel, Produktbeschreibungen, Marketing-Texte auf der Webseite oder für eine Imagebroschüre? Viele Texter haben sich auf gewisse Formate spezialisiert oder beherrschen zumindest einige besser als andere.
  • Fachwissen: Je komplexer das Thema ist, über das du schreiben möchtest, desto mehr kommt es auf Fachwissen des Texters an. Nur jemand, der die Materie versteht, kann sie verständlich erklären und glaubwürdig schreiben. Das gilt vor allem dann, wenn deine Zielgruppe aus Fachleuten (zum Beispiel im B2B) besteht.
  • Kompetenzen: Ein professioneller Texter schreibt nicht nur. Er recherchiert, bereitet Informationen auf, entwickelt ganze Konzepte für Webseiten oder Kampagnen. Hast du bereits fertige Briefings mit allen wichtigen Informationen, so dass der Texter alles „nur“ noch schön formulieren muss? Oder brauchst jemand, der die komplette Redaktion übernimmt, selbst Ideen entwickelt und umsetzt? Je nachdem musst du einen anderen Typ Texter finden.
  • Tonalität und Schreibstil: Gute Texter sind variabel und können ihren Schreibstil an den Auftraggeber und die Zielgruppe anpassen. Trotzdem solltest du dir vorher Gedanken machen, in welchem Ton du deine Leser ansprechen möchtest. So kannst du von vornherein bei der Texter-Auswahl darauf achten. Jemand, der gerne blumige Reiseberichte schreibt, wird sich mit sachlichen IT-Fachartikeln eher schwertun. In gewissen Fachgebieten, zum Beispiel Recht oder Medizin, kommt es zusätzlich auf eine exakte Ausdrucksweise an.
  • Verfügbarkeit: Handelt es sich um ein großes Projekt, für das der Texter unter Umständen mehrere Wochen am Stück für dich arbeiten muss? Oder brauchst du ihn regelmäßig, für einen Artikel pro Woche zum Beispiel? Muss er zu gewissen Zeiten telefonisch erreichbar sein?
  • Arbeitsweise: In größeren Unternehmen und Agenturen sind Texter oft in feste Prozesse eingebunden, müssen mit verschiedenen Abteilungen kommunizieren und sich an feste Vorgaben halten. Dann ist es von Vorteil, wenn der Texter bereits in solchen Projekten gearbeitet hat und diese Arbeitsweise gewohnt ist. Kleinere Unternehmen legen bei der Zusammenarbeit mit Freelancern dagegen eher Wert auf unkomplizerte, unbürokratische Zusammenarbeit.
  • Erfahrung: Brauchst du einen alten Freelancer-Hasen, einen Profi-Texter mit jahrelanger Erfahrung? Oder gibst du motivierten jungen Talenten eine Chance? Je schwieriger oder spezieller deine Texte sind, desto wichtiger ist ein erfahrener Texter. Definiere nicht nur die Menge der gewünschten Erfahrung, sondern die Branche oder die Art der Projekte, die jemand in seinen Referenzen haben sollte (siehe auch Fachwisen).

Du musst nicht unbedingt zu jedem Punkt ein detailliertes Profil erstellen. Wichtig ist, dass du dir Gedanken machst, welche Kriterien wichtig sind, und welche nicht.

2. Erstelle die Stellenausschreibung

Aus dem Texter-Profil und den Informationen zu deinem Auftrag – vielleicht hast du bereits ein Grobkonzept entwickelt – erstellst du eine attraktive Stellenauschreibung. Denke daran: Die Ausschreibung dient nicht nur dazu, zu beschreiben, welche Anforderungen du an einen Texter hast. Sie soll auch das Interesse der Texter für dein Projekt wecken! Denn höchstwahrscheinlich dreht der Texter, den du suchst, nicht gerade zu Hause Däumchen und wartet auf den nächstbesten Auftrag. Und die Texter, die sich auf alles bewerben, die willst du nicht haben!

Gib dir daher Mühe, dein Projekt oder Marketingvorhaben anschaulich zu beschreiben. Mache Lust darauf und gib so viele Informationen, wie möglich. Der Texter soll beurteilen können, ob die Aufgabe zu ihm passt, er die Fähigkeiten dafür hat und er Spaß daran hätte.

Beschreibe dein Unternehmen, Ziel und Zielgruppe der Texte, die du brauchst, den Umfang der Arbeit, und natürlich die (komprimierten) Informationen aus deinem erstellen Texter-Profil. Sei spezifisch, aber enge den Fokus nicht zu sehr ein. Du willst nicht jeden dahergelaufenen Texter, möchtest aber auch niemanden mit überzogenen Idealvorstellungen abschrecken.

Erkläre in der Stellenauschreibung, wie sich die Freelancer bei dir bewerben sollen. Manche Auftraggeber, speziell Agenturen oder größere Unternehmen, wollen einen Lebenslauf haben. In der Regel sollte ein kurzes Anschreiben zusammen mit Referenzen und Arbeitsproben fürs Erste genügen.

3. Suche auf Portalen und in sozialen Netzwerken

Mit deiner Stellenauschreibung machst du dich auf die Suche. Zum einen kannst du die Ausschreibung als Stellenanzeige auf Portalen veröffentlichen und auf Bewerbungen warten, oder du suchst selbst aktiv nach Textern, spricht diese direkt an und schickst Ihnen die Ausschreibung zu.

Folgende Webseiten kannst du nutzen, um Texter zu finden:

Stellenbörsen und Portale

  • dasauge.de – die wohl bekannteste Plattform für Jobs im Kreativ-Bereich. Eine Stellenanzeige kostet von 0 bis 499 Euro monatlich. Hier erreichst du auf jeden Fall eine Menge an erfahrenen Textern.
  • Auf vielen bekannten Jobbörsen wie Stepstone, Indeed, Monster oder kimeta darfst du Stellenangebote zur freien Mitarbeit einstellen. Von kostenlosen bis ziemlich teuren Anzeigen ist alles dabei.
  • Auf Freelancer-Portalen wie freelance.de oder twago.de kannst du dein Projekt anbieten und/oder direkt nach Textern suchen. Dort findest du durchaus gute Kandidaten, die allerdings zwischen manch fragwürdigen Profilen und Karteileichen versteckt sind. Manche Funktionen sind für Auftraggeber nur nach Buchung eines Premium-Accounts verfügbar.
  • Wenn du fremdsprachige Texte benötigst, lohnt sich ein Blick auf internationale Portale wie Upwork. Die Auswahl ist dort sehr viel größer, die Qualität nicht unbedingt.
  • Die beiden Webseiten bloggerjobs.de und texterjobboerse.de desselben Anbieters sind relativ bekannt und gut frequentiert. Du kannst dort kostenlos inserieren. Allerdings sind die meisten Angebote dort im Billigsegment angesiedelt (3 Cent pro Wort und darunter!), dementsprechend wirst du dort nur selten Profi-Texter finden. Ausnahmen bestätigen die Regel.
  • In Business-Netzwerken wie XING und LinkedIn kannst du deine Texter-Ausschreibung in den Stellenbörsen veröffentlichen, allerdings sind die Preise dafür ziemlich happig.

Online Stellenbörsen oder Freelancer-Portale sind eher geeignet, wenn du regelmäßig Freelancer suchst, größere Projekte hast und über ein gewisses Budgets fürs Recruting verfügst.

Aktive Suche und das eigene Netzwerk

Ein anderer Weg ist aus meiner Sicht jedoch der vielversprechendere. Sprich zuallererst deine Kontakte an: direkt, über deinen E-Mail-Verteiler oder über soziale Netzwerke. Auch dafür ist die Stellenauschreibung wichtig. Empfehlungen fallen leichter, wenn man genau versteht, was der andere sucht. Teile deine Stellenanzeige auf deinen sozialen Profilen und bitte darum, sie weiterzuverbreiten. Vergiss nicht deine Webseite: Veröffentliche die Ausschreibung im Karriere-Bereich.

In Netzwerken wie XING und LinkedIn kannst du direkt nach Freelancern suchen. Nutze die Suchfunktion mit Stichwörtern und Filtern, um passende Kandidaten zu finden und eine kleine Auswahl zu erstellen. Schicke ihnen eine persönliche Nachricht, keinen lieblosen Standardtext, wenn du Antworten bekommen möchtest!

Veröffentliche dein Gesuch auf XING in passenden Diskussionsgruppen. Übrigens kann auch Facebook der passende Ort sein, um einen Texter zu finden. Viele Texter sind sehr Social-Media-affin, vernetzen sich auf Facebook mit anderen Bloggern und sind in Themengruppen aktiv.

Nicht zuletzt bringt dich eine Google-Suche weiter, zum Beispiel mit dem Keyword „Texter“ in Kombination mit einem Thema, Fachgebiet oder einer Region, je nachdem, was für dich relevant ist. Schaue dir die Webseiten an, die du findest, und schreibe Texter an, von denen du einem guten ersten Eindruck hast.

Ein kleiner Geheimtipp zum Schluss: Viele Online-Magazine und Blogs nennen die Namen ihrer Autoren. Viele davon sind als freie Texter für Kunden tätig. Finde über Google Webseiten, die zu einem bestimmten Thema schreiben. Sagst du bei einem Artikel: „Den könnte ich mir auch für uns vorstellen“, schreibe einfach den Autor an und frage ihn, ob er Interesse hat, für dich zu arbeiten.

Wähle die Kanäle, die Erfolg versprechen

Ein Wort zu Vorsicht nach dieser langen Liste an Möglichkeiten: Verzettle dich nicht, nutze nicht jedes Portal und jedes Netzwerk, nur weil es vielleicht kostenlos ist. Suche dir die Kanäle aus, auf dem dein idealer Texter wahrscheinlich unterwegs ist, und konzentriere dich darauf.

4. Führe Kennenlerngespräche per Videochat

Anhand der Bewerbungen, vor allem der Arbeitsproben und Referenzen, erstellt du eine kleine Auswahl an Kandidiaten (Shortlist), die du dir näher ansehen willst. Auch wenn die Arbeitsproben perfekt passen, ihr beim Honorar und den Termin zusammengefunden habt und schon per E-Mail alles geregelt ist, ist mein Rat: Vereinbare ein persönliches Telefonat mit dem Texter, am besten mit Video (zum Beispiel über Skype).

Da der Texter zum Sprachrohr deines Unternehmens wird, solltest du sichergehen, dass er zu dir passt. Du lernst, seine Persönlichkeit einzuschätzen und bekommst einen Eindruck davon, wie die Zusammenarbeit später sein wird. Du kannst ein wenig mit ihm fachsimpeln und überprüfen, ob er auf dem geforderten Fachgebiet wirklich Ahnung hat.

Nicht zuletzt merkst du in einem Videotelefonat, ob die Chemie zwischen euch stimmt, ihr euch sympathisch seid. Mir – als Texter – ist das extrem wichtig. Ich identifiziere mich stark mit meinen Kunden und lede Wert auf ein partnerschaftliches Verhältnis.

Bevor du fragst: Natürlich kannst du dich auch persönlich mit dem Texter treffen. Wenn er zufällig nur zwei Straßen weiter wohnt, dein Budget auch Flugtickets von Berlin nach Stuttgart abdeckt, oder natürlich wenn er bei dir vor Ort arbeiten soll, tu das. Ansonsten sind Anfahrtswege aus meiner Sicht verschwendete Zeit, in der du bereits produktiv mit dem Texter arbeiten könntest.

5. Lass den Texter zur Probe arbeiten

Namhafte Referenzen und beeindruckende Arbeitsproben sind super und ein wichtiges Kriterium dabei, wenn du den richtigen Freelance-Texter finden willst. Doch ob ihr wirklich harmoniert, ob der Texter deinen Ton trifft und versteht, was du möchtest, erkennst du erst während der Zusammenarbeit.

Stelle dem Kandidaten deiner Wahl (oder mehreren) eine Aufgabe zur Probe. Das kann ein echter erster Auftrag sein, ein Blogartikel beispielsweise, den du tatsächlich veröffentlichen möchtest.  Oder du ziehst ein kleines Arbeitspaket aus deinem Projekt heraus und bittest den Texter, es zu bearbeiten.

Jede Probearbeit solltest du bezahlen. Das gehört sich einfach. Ihr könnt eine faire Aufwandspauschale dafür vereinbaren. Wenn du den Probetext später verwenden möchtest, solltest du das volle Honorar zahlen. Schließlich ist der Text nicht weniger Wert, nur weil es der erste ist.

Ihr solltet ausdrücklich vereinbaren, ob die Probearbeit grundsätzlich bezahlt wird oder nur, wenn du als Kunde die Arbeit abnimmst und den Freelancer beauftragst. Bist du mit der Probearbeit nicht zufrieden und bezahlst nicht, darfst du den Text selbstverständlich nicht verwenden. Du hast keinerlei Rechte daran erworben!

Eine Testphase bietet beiden Seiten die Möglichkeit, den späteren Partner „live“ zu erleben. Passt es für dich oder den Texter nicht, könnt ihr die Zusammenarbeit in gutem Verhätlnis beenden, ohne dass jemand sein Gesicht verliert oder sich jemand hintergangen fühlt.

6. Zahle Textern attraktive Honorare

Es gibt ein einfaches Erfolgsrezept, um professionelle Texter zu finden: Zahle gut! Die Menge an Textern auf dem Markt (oder eher solchen, die sich Texter nennen), die für Kleingeld jeden Auftrag annehmen, täuscht über die Realität hinweg. Wirklich gute Texter sind rar, in einigen Branchen und Fachgebieten mehr als in anderen. Wirklich gute Texter sind Experten, die genauso gut bezahlt werden wollen, wie Programmierer oder Finanzbuchhalter.

Wenn du Wortpreise im einstelligen Cent-Bereich bezahlen möchtest – und das möchten leider sehr viele – denke daran: Wer nur Peanuts zahlt, muss mit Affen arbeiten. Niemand, der nicht sehr verzweifelt ist oder texten nur als Hobby betreibt, arbeitet für solche Preise. Es gibt durchaus seriöse Projekte in dieser Preislage, wenn große Mengen standardisierter Texte produziert werden müssen, zum Beispiel Produktbeschreibungen für Online-Shops. Doch hochwertige Texte für Webseiten, Blogs, Broschüren und ähnlichem sind einfach nicht billig zu bekommen. Punkt.

Aber wie viel solltest du zahlen? Es gibt eine Faustregel, die besagt, dass ein Freelancer mit Stundensätzen unter 60€ nicht rentabel arbeiten kann. Für einen fundierten Blogartikel sind zwei Stunden nicht viel. Für einen Verkaufstext auf der Webseite, für die der Texter das Produkt kennenlernen, die Verkaufsargumente verstehen und knackig formulieren muss, reicht ein halber Tag kaum aus. Multipliziere das mit dem Stundensatz und du hast eine Ahnung von den Einstiegspreisen. Addiere Aufschläge für Erfahrung und Fachwissen eine Texters hinzu, kalkuliere Arbeitszeit für Konzepte, Recherchen und Suchmaschinenoptimierung mit ein, und du verstehst, was du für einen professionelle Freelance-Texter bezahlen musst. Und dass du kaum einen guten Texter finden wirst, wenn du am falschen Ende sparst.

7. Professionelle Zusammenarbeit und Kommunikation

Eines der größten Ärgernisse für Freelancer sind unorganisierte, unprofessionelle Kunden: Die Informationen nicht, zu spät oder völlig ungeordnet (verteilt auf 6 Word-Dokumente und 15 E-Mails) liefern; die tagelang nicht auf Rückfragen antworten; die sich intern nicht einiges können und jeden Tag etwas anderes wollen; die sich Freitag abends melden weil sie bis Montag früg ganz dringend etwas brauchen.

Gefragte Texter können sich ihre Kunden aussuchen. Sie bevorzugen Kunden, die organisiert sind und die wertschätzend mit ihrer Arbeitszeit umgehen. Mit einer gut formulierten Stellenauschreibung und einem professionellen Bewerbungsprozess signalisierst du, dass du solch ein Auftraggeber bist.

Kläre mit dem Texter, wie die Zusammenarbeit ablaufen sollte: Nutzt ihr ein Projektmanagement-Tool oder schickt ihr ganz altmodisch Word-Dokumente per Email hin und her? Gibt es klare Vorgaben oder hat der Texter Freiheiten? Besprecht im Detail, wie ihr euch die Zusammenarbeit vorstellt, dann gibt es nachher weniger Missverständnisse und Enttäuschungen.

Stelle für den Texter alle nötigen Informationen übersichtlich zusammen. Kommuniziere klare Deadlines und halte dich auch selbst daran: Wenn du nur langsam auf Rückfragen reagierst, verzögerst du selbst den Prozess. Arbeitest du regelmäßig und länger mit einem Freelance-Texter zusammen, gib Feedback und hole welches ein, zum Beispiel in einem monatlichen Telefonat, was ihr in Zukunft verbessern möchtet.

8. Setze einen Rahmenvertrag auf

Vertrauen ist wichtig. Trotzdem ist es nicht verkehrt, ein paar Dinge schriftlich festzuhalten. Ein Vertrag gibt beiden Seiten Sicherheit. Gerade in großen Unternehmen, wo Ansprachpartner wechseln können, sind Verträge wichtig, um wiederholte Diskussionen über Konditionen zu vermeiden.

Erstelle dir am besten einen Mustervertrag, den du für jeden Freelance-Texter anpasst. Ich bevorzuge übersichtliche, aufs Wesentliche beschränkte Verträge, die genügend Freiraum für individuelle Absprachen lassen.

Neben den selbstverständlichen Dingen solltest du unbedingt drei Themen im Vertrag regeln, weil sie im Falle eines Konflikts juristisch relevant werden können:

  1. Vertraulichkeit: Der Texter verpflichtet sich, alle Interna, die er über dein Unternehmen erfährt, geheim zu halten.
  2. Datenschutz: Erhält der Texter irgendwelche persönlichen Daten über deine Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner – das ist praktisch immer der Fall – muss er sich an die Datenschutzregeln deines Unternehmens halten.
  3. Nutzungsrechte: Aus meiner Erfahrung entstehen bei diesem Thema die meisten Missverständnisse. Regle die folgenden Fragen: Wer wird als Autor der Texte genannt? Was darfst du mit den Texten tun: Ändern, veröffentlichen, kopieren, weiterverkaufen? Bekommst du das exklusive Nutzungsrecht?

Hier kannst du du den Texter-Rahmenvertrag, den ich meinen Auftraggebern zur Verfügung stelle, ansehen. Er eignet sich für Online-Texte. Bitte übernimm ihn aber nicht ungeprüft, sondern passe ihn für deine Zwecke an.

9. Texter finden – Texter binden

Hege und pflege den Texter deines Vertrauens, wenn du ihn einmal gefunden hast. Gib dir Mühe in der Zusammenarbeit, drücke deine Wertschätzung für seine Arbeit aus, zahle pünktlich. Bleibe locker mit ihm in Kontakt, selbst wenn du über längere Zeit keinen Auftrag für ihn hast. Du brauchst ihn garantiert wieder einmal, und freust dich dann, wenn er dich in guter Erinnerung behalten hat und sich Zeit für deinen Auftrag nimmt.

Es ist ganz schön aufwändig, einen Freelance-Texter zu finden, der zu dir und deinen Marketingzielen passt, die nötigen Kompetenzen und gewünschte Erfahrung hat. Baue dir deshalb einen kleinen Freelancer-Pool auf, auf den du jederzeit zurückgreifen kannst. Wenn dir zufällig ein geeigneter Texter über den Weg läuft, sprich ihn an und nimm ihn in dein Netzwerk auf. Musst du das das nächste Mal einen passenden Texter finden, kostet es dich nicht mehr Stunden und Tage, sondern vielleicht nur einen Anruf.

Was sind deine Erfahrungen?

Welche Erfahrungen hast du als Auftraggeber oder Texter mit der Sache gemacht? Hast du noch weitere Tipps? Ich freue mich über deinen Kommentar zu diesem Artikel!

Marcel ist freier Business-Texter mit über 10 Jahren Erfahrung und einem Schwerpunkt auf den Themen Personal, IT, Management und Marketing. Seine nächste Herausforderung: Mal einen kurzen Blog-Artikel schreiben. Du kannst ihn gerne für Deinen Blog oder Dein Projekt buchen. Hier erfährt du mehr über ihn.

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