Analyse: Was bringt mir ein Weblog?

Ein eigenes Weblog als Freiberufler oder Unternehmer? Was soll das bringen? Für viele sind Weblogs zwar interessant, aber eher was für Selbstdarsteller und Menschen mit zuviel Zeit. Da ich vielleicht ein wenig Selbstdarsteller aber auf keinen Fall ein Mensch mit zuviel Zeit bin, will ich nun einmal selbst herausfinden, was mir mein Blog marktschreyer.de eigentlich bringt. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich dieses Blog förderlich auf Image und Bekanntheit auswirkt und mir dadurch auch indirekt Kunden bringt. Bisher konnte ich dies nur durch positive Kunden- und Lesermeinungen belegen, jetzt will ich aber einmal auf die harten Zahlen schauen.

Für diese Analyse nehme ich als Grundlage die Webstatistiken meiner Firmenwebseite www.comma5.de der letzten drei Monate (seit dem Relaunch von marktschreyer.de Mitte Oktober 2007) und achte dabei speziell auf die Besucher, die durch einen Link von diesem Blog auf meine Webseite gekommen sind. Über 15% aller Besucher haben diesen Weg genommen, damit liegt marktschreyer.de als Referrer an zweiter Stelle noch vor Google. (An erster Stelle liegen die Besuche durch Direkteingabe der Domain bzw. Besuche von nicht ermittelbaren Referrer-Seiten.)

Doch die Besucherzahl allein sagt ja nicht viel aus, deshalb schaue ich mir die durchschnittliche Zahl der besuchten Seiten in Verbindung mit der Verweildauer an. Gerade diese Werte sind sehr aussagekräftig: Wenn die Besucher auf Ihrer Webseite immer gleich abspringen, haben Sie wohl kaum das gefunden, was sie suchen. Bleiben Sie dagegen länger und schauen sich um, kann man im Regelfall davon ausgehen, dass Ihre Webseiteninhalte auf ein gewisses Interesse und Gefallen gestoßen sind. Sowohl bei den besuchten Seiten als auch bei der Verweildauer liegt marktschreyer.de weit vor allen anderen Referrern. Die durchschnittliche Verweildauer von Besuchern, die über marktschreyer.de kamen ist fast doppelt so lang wie bspw. die von Besuchern, die meine Firmenseite über Google gefunden haben. Die Verweildauer pro besuchter Seite ist immer noch eineinhalb Mal so lang.

Ist ja irgendwo logisch: Leser eines Marketing-Blogs haben chronisches Interesse oder sogar akuten Bedarf am Thema Marketing und sind daher eher geneigt, die Webseite eines Marketing-Beraters zu besuchen und aufmerksam durchzulesen (und diesen dann irgendwann zu beauftragen?). Die Ansprache der richtigen Zielgruppe ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren im Marketing. Und genau hierbei ist zeigt marktschreyer.de gegenüber meinen anderen Onlinemaßnahmen seine Stärken.

Natürlich kann ich in dieser Analyse nicht mit Abschlüssen und Umsatzzahlen dienen – das wäre auch nicht Sinn der Sache. Ein Blog ist ein langfristig angelegtes Instrument, das mit viel Zeit und Hingabe gepflegt werden will. marktschreyer.de ist noch kein Jahr alt und steckt tief in den Kinderschuhen. Doch kann ich die zahlreichen positiven Effekte (Mundpropaganda, SEO, etc.) dieses Blogs auf meine Arbeit hier gar nicht aufführen, regelmäßig gibt es Erfolgerlebnisse und Erkenntnisse, die mich voranbringen.

Die in dieser kleinen Analyse benutzten Kennzahlen sind nur ein kleiner Ausschnitt des Gesamtbilds, sollen Ihnen aber einen Denkanstoss geben, neue Mittel und Wege im Marketing auszuprobieren. Ein Weblog ist keine Modeerscheinung, sondern kann als Bestandteil eines Marketingkonzepts sehr gute Dienste leisten. Gerade das Problem, dass die eigene Unternehmenswebseite zu wenige Besucher hat, können Sie mit einem interessanten Weblog nachweislich lösen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrem Weblog gemacht? Ich freue mich auf Ihre Berichte…

NACHTRAG: Der Artikel wurde zwischenzeitlich in erweiterter Fassung veröffentlicht, unter dem Titel „Erfahrungen in Zahlen – Was bringt mir ein Weblog?“

Marcel ist freier Business-Texter mit über 10 Jahren Erfahrung und einem Schwerpunkt auf den Themen Personal, IT, Management und Marketing. Seine nächste Herausforderung: Mal einen kurzen Blog-Artikel schreiben. Du kannst ihn gerne für Deinen Blog oder Dein Projekt buchen. Hier erfährt du mehr über ihn.

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