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Social Metrics WordPress Plugin

Wie beliebt sind meine Blog-Beiträge? Wie oft wurden diese geliked, geshared und gepluseinst? :-) Wenn ich das bisher herausfinden wollte musste ich jeden einzelnen Artikel meines Blogs aufrufen und dort den Zählerstand der Social Media Buttons lesen. Sehr umständlich!

Gerade eben habe ich das WordPress Plugin “Social Metrics” entdeckt, das mir diese Arbeit abnimmt. Das Plugin liest alle Zählerstände aus und zeigt mir die Anzahl der Klicks für alle populären Netzwerke an: Twitter, Facebook, Google Plus, LinkedIn (auch StumbleUpon, Google Buzz und Digg).

Für die Social Media Buttons nutze ich übrigens das Plugin “Tweet Like Plusone“. Das bindet nur die Buttons für Twitter, Facebook und Google Plus ein und nicht noch 50 andere US-Netzwerke, die hierzulande niemanden interessieren.

Social Media Newsroom der Möbelmacher

Handwerk und Social Media – zwei Dinge, die scheinbar gar nicht miteinander können. Social Media, das kann man nicht anfassen, das macht keinen Dreck, das kann doch nichts Richtiges sein. Und so sind die Handwerksbetriebe sehr vorsichtig und zurückhaltend beim Thema.

Nicht so die Schreinerei “Die Möbelmacher” aus der Weltstadt Kirchensittenbach. Die Möbelmacher haben einen beinahe lehrbuchmäßig aufgemachten Social Media Newsroom. Ein solcher Newsroom bündelt alle Infos und Kanäle eines Unternehmens im Social Web: Blog, Twitter, Facebook, Videos, Fotoalben,… jeweils eigene Beiträge und solche anderer Autoren. Ziel ist, den Besuchern die Recherche zu erleichtern und ein lebendiges Bild des Unternehmens zu vermitteln. Denn gerade im Social Web werden Meinungen und Empfehlungen verbreitet wie nirgendwo sonst.

Ich könnte jetzt den Newsroom der Möbelmacher in allen Einzelheiten beschreiben und loben. Aber wozu? Lassen wir ihn seinen Zweck erfüllen und hier für sich selbst sprechen! ;)

Diese Gesetze sollten twitternde Unternehmen beachten

Dr. Martin Schirmbacher von den Härting Rechtsanwälten hat ein E-Paper zum Thema Rechtsvorschriften für Unternehmen in Twitter geschrieben. Dort stellt er Gesetze und aktuelle Urteile zusammen, die den Rahmen für “sicheres” Twittern abstecken. Die Checkliste am Ende des Papers möchte ich hier zitieren:

  • Verwenden Sie keine fremden Marken oder Namen im Twitter-Account.
  • Holen Sie (Online-)Nutzungsrechte ein, wenn Sie geschützte Backgrounds oder Profilbilder nutzen.
  • Binden Sie Web-Impressum ein.
  • Bezahlen Sie nicht andere für Werbung auf Twitter, wenn dies nicht kenntlich gemacht wird.
  • Versenden Sie keine werbenden Direkt-Nachrichten ohne Einwilligung.
  • Twittern Sie nichts, was Ihnen für Ihre Unternehmenswebsite rechtlich zu unsicher wäre.
  • Machen Sie Ihren twitternden Mitarbeitern Vorgaben für die Twitter-Nutzung

Die Social-Media-Top-Trends 2010

Nach den Konsumtrends muss sich der Marktschreyer natürlich auch um die neuesten Entwicklungen im Bereich Social Media kümmern. Hier tut sich extrem viel, alle paar Monate ändert sich die Landschaft. Es ist ja auch nicht mal ein Jahr her, seit in Deutschland Twitter, Facebook und Co. ihren Siegeszug begonnen haben.

Was dürfen wir also nächstes Jahr an spannenden Trends erwarten? Mike Schnoor vom Sichelputzer-Blog hat liebenswerterweise einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben. Die für mich interessantesten Punkte fasse ich hier zusammen:

  • Arbeitsalltag: Social Media wird sich nahtlos in den Arbeitsalltag integrieren. Sei es als Marketingkanal oder die persönliche Nutzung. Twitterpause statt Raucherpause.
  • Digital Relations: Die Außendarstellung von Unternehmen wird zunehmend von den Aktivitäten der Mitarbeiter in den sozialen Netzwerken bestimmt. Mitarbeiter werden zu Kommunikatoren.
  • Messbarkeit: Der Wunsch nach Erfolgskontrolle von Social-Media-Maßnahmen wird stärker. Dafür müssen einheitliche Kennzahlen und Messmethoden entwickelt werden.
  • News: Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche Nachrichten er liest und welche für ihn wichtig sind.
  • Blogs: Corporate Blogs werden weiterhin eine zentrale Rolle im Social-Media-Mix einnehmen.
  • Inhalte: Klassische Medien entdecken das Web noch stärker als zusätzlichen Kanal für Ihre Inhalte.
  • Monetarisierung: Natürlich soll mit den Inhalten auch Geld verdient werden. Geschäftsmodelle und Bezahlsysteme für die Social-Media müssen her.
  • Microblogging: Twittern wird noch populärer. Nicht zuletzt wegen günstigen mobilen Internet-Flatrates kann man von überall schreiben.

Klingt gut, klingt verwirrend. Ob und wann das alles so kommt? Wir sprechen uns dann wieder bei Jahresrückblick 2010, wenn Twitter und Facebook vielleicht schon fast wieder alte Hüte sind… ;-)

You can say you to me?

Gerade gibt es in der Xing-Gruppe “Twitter-Marketing” eine interessante Diskussion darüber, ob man als Business-Twitterer seine Follower siezen oder duzen sollte. Wie sich zeigt weiß das niemand so wirklich, auch ich habe mit dieser Frage meine Probleme. Einerseits klingt das “Sie” in der lockeren Web-Gemeinde irgendwie komisch, andererseits wird im deutschen Geschäftsalltag fast überall gesiezt.

Ich entscheide das immer von Fall zu Fall, tendiere aber (zumindest bei älteren Personen) eher zum “Sie”. Mir selbst ist das zwar nicht wichtig und so lange man nur miteinander twittert spielt das eh keine große Rolle. Schwieriger wirds nur dann, wenn man später persönlich in Kontakt kommt und sich evtl. eine Geschäftsbeziehung ergibt.

Leider führt diese Zwickmühle auch oft dazu, dass man mit Passivsätzen und anderen Konstruktionen krampfhaft die direkte Anrede umgeht. Dem Texter ist das ein Graus. Bei solchen Problemen wünsche ich mir oft die englische Sprache, da könnten alle you zu mir sagen. Schön wäre zumindest, wenn das “Sie” mit dem Vornamen akzeptiert wäre und man sich das allzu förmliche Herr/Frau Sowieso sparen könnte. Aber es ist halt so wie es ist und vielleicht tut sich ja auch bei uns in den nächsten Jahren was in der Hinsicht.

Übrigens, falls Sie mir noch nicht folgen: twitter.com/marcelschreyer