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Lehrstellen-App von meinestadt.de

Das schöne am Social Web ist, dass es so viele tolle Tools und Dienste gibt, die man kostenlos nutzen darf. Ein Beispiel stelle ich Ihnen heute vor. Haben Sie bisher je daran gedacht, eine Smartphone-App für sich programmieren zu lassen, über die Sie Ihre Ausbildungsplätze veröffentlichen? Wahrscheinlich kaum. Ist ja nicht ganz einfach und billig. Aber das brauchen Sie gar nicht. Mit der Lehrstellenbörse des Regional-Portals meinestadt.de schaffen Sie den Einstieg ins Mobile Marketing fast ganz ohne eigenen Aufwand. meinestadt bietet Branchenbücher, Kleinanzeigen, Veranstaltungskalender, Partnerbörse und eben auch einen Markt für Jobs und Ausbildungsplätze. Je nachdem, in welcher Stadt sich der Besucher befindet, bekommt er Einträge und Anzeigen aus seiner Umgebung angezeigt.

Download der App für Iphone oder Android

Der Ausbildungsfinder von meinestadt.de

Ihre ausgeschrieben Ausbildungsplätze können Sie kostenlos in die Stellenbörse von meinestadt eintragen. Diese läuft 90 Tage lang und ist auch über die Ausbildungsfinder-App abrufbar, die man sich auf seinem Smartphone (Iphone oder Android) installieren kann. Befindet sich ein jugendlicher Smartphone-Nutzer beispielsweise in Stuttgart, zeigt ihm die App nur Stellenanzeigen aus Stuttgart und 30 Kilometer Umgebung an. Macht der Jugendliche eine Reise nach Hamburg und die Stadt gefällt ihm so gut, dass er seine Ausbildung gerne dort machen würde, zeigt ihm die App eben Stellen aus Hamburg an. (Diese Funktionalität nennt sich “Location Based Services” oder zu deutsch “Ortsbasierte Dienste”.) So müssen sich die Nutzer nicht durch tausende Anzeigen klicken, sondern sehen immer nur die relevantesten Angebote. Der Ausbildungsfinder sortiert die Stellenanzeigen außerdem nach Branchen und Tätigkeiten, so dass man schnell ans Ziel kommt.

Wenn Sie Ihre Ausbildungsplätze gerne auch überregional ausschreiben wollen, buchen Sie eine Premium-Stellenanzeige. Dann sehen die Nutzer der Stellenbörse Ihre Anzeige deutschlandweit. Mit Premium-Anzeigen können Sie außerdem auch Ihre Anzeige hervorheben oder besonders gestalten. Probieren Sie die Stellenbörse doch mal aus und schauen Sie, ob Sie darüber Bewerber ansprechen können. Mobile Marketing wird immer interessanter werden, immerhin 20% der deutschen Internetnutzer surfen schon mobil; darunter dürften auch viele Schüler sein.

Very Offline: Ausbildungsmarketing in Deutschland

Jaaa, das Internet ist wichtig! Das hat mittlerweile jeder Kleinunternehmer kapiert, der sich um sein Marketing Gedanken macht. Vor allem beim Ausbildungsmarketing. Denn die Zielgruppe besteht zu 100% aus “jungen Leuten” und gerade die sind ja sowieso den ganzen Tag online, hängen in Facebook und anderen sozialen Netzwerken rum. Aber hat sich diese Erkenntnis wirklich durchgesetzt? Nutzt wirklich fast jeder Ausbildungsbetrieb das Internet, um an Azubis zu kommen? Ich wollte das einmal genauer wissen, habe recherchiert… und war schockiert.

Zunächst die Ausgangssituation. Jeder Ausbildungsbetrieb kann bestätigen, dass die Bewerberzahlen in den letzten Jahren rückläufig sind und es immer schwieriger wird, geeignete Kandidaten zu finden. In Zahlen: 55.000 Lehrstellen blieben 2010 unbesetzt, dass sind fast ein Viertel aller angebotenen Stellen. Also muss sich jeder Betrieb schwer ins Zeug legen, um Azubis zu finden. Da sage und schreibe 100% aller 14-19-jährigen im Internet unterwegs sind und sich 95% online über Arbeitgeber informieren, sollte doch eigentlich klar sein, wo Unternehmen ihre Budgets reinstecken: Online-Marketing! Social Media Marketing!

Und so sieht die Realität aus:

Diagramm: Ausbildungsmarketing in Deutschland

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Nur 55% aller Unternehmen nutzen 2011 überhaupt das Internet, um nach Azubis zu suchen, 3% mehr als 2010. Mit 43% folgen die guten alten Print-Anzeigen, die sogar an Beliebtheit gewonnen haben. Stellt man daneben, dass nur 20% der Jugendlichen eine Zeitung und nur 6% eine Wochenzeitung lesen (16. Shell Jugendstudie,  Stand 2010),  erkennt man recht schnell den Unsinn dieser Maßnahmen.

Auf welche Online-Maßnahmen setzen die 55% der Unternehmen fürs Ausbildungsmarketing?

Diagramm: Ausbildungsmarketing in Deutschland

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Ein Großteil aller Online-Maßnahmen zum Azubi-Recruiting entfällt also auf Stellenanzeigen auf der Webseite der Unternehmen. Das hört sich erst einmal ganz nett an. Doch die wenigsten Unternehmen betreiben Suchmaschinenoptimierung für ihre Webseite. Heißt, dass die meisten Stellenanzeigen auf Webseiten gar nicht gefunden werden, also wirkungslos sind. Insofern ist dieses Mittel allein nicht geeignet, um Azubis zu finden. 30% der Unternehmen, die das Internet nutzen (also 12% aller Unternehmen) stellen ihre Anzeigen immerhin in Job-Börsen ein. Dort ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bewerber die Anzeige finden, schon um einiges höher.

Die Chance, direkt über Soziale Netzwerke mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen und sich als Ausbildungsbetrieb vorzustellen, ergreifen jedoch nur magere 5%, gemessen an der Gesamtzahl der Unternehmen. Das ist sehr schade. In Facebook kann ich Millionen Jugendlicher täglich oft für mehrere Stunden erreichen. Welches andere Medium kann das schon von sich behaupten?  ”Sechs, setzen!” muss das Fazit in Sachen Ausbildungsmarketing in Deutschland leider heißen. Der Mittelstand, den der Fachkräftemangel wohl am stärksten trifft, verschenkt  riesiges Potenzial und viel Geld durch seine antiquierten Recruiting-Maßnahmen.

Link

Im Frühjahr 2011 wurden 334 Personalverantwortliche über ihre Meinung zu Social Media Recruiting befragt. Zum Beispiel:

  • Was sind die Top Recruiting-Themen 2011?
  • Welche Rolle spielt Social Media Recruiting im Verhältnis zu anderen Themen im Recruiting?
  • In welcher Form werden Social Media für Personalmarketing und Recruiting eingesetzt?
  • Welche Plattformen werden dabei präferiert?
  • Wenn Budgets in diesem Jahr umgeschichtet werden, wird der Anteil von Ausgaben für Social Media steigen oder sinken?

Die Ergebnisse der Studie können Sie hier zusammengefasst lesen.

Workshop Ausbildungsmarketing bei der IHK Ulm

Fachkräfte sind der Motor unserer von Innovation getragenen Wirtschaft. Was müssen wir tun, damit unsere Unternehmen trotz des demografischen Wandels auch noch in Jahrzehnten genügend hochqualifizierte Fachkräfte haben? Um diese Fragen ging es am 19.5.2011 auf der Veranstaltung Fachkräftesicherung in der Zukunft der IHK Ulm. Die Veranstaltung begann am Nachmittag mit der Begrüßung der ca. 100 Gäste, hauptsächlich Unternehmer und Personal-Entscheider aus der Region Ulm. Im Leitvortrag zeigte Kai Gramke, Mitglied der Geschäftsleitung der Prognos AG, wie sich die deutsche Wirtschaft und Demographie in den kommenden 25 Jahren entwickeln wird. Wirklich sehr spannend!

Danach teilten sich alle Gäste in sieben Praxisforen auf, in denen einzelne Faktoren einer ganzheitlichen Personalstrategie diskutiert werden sollten. Gemeinsam mit Felicia Ulrich vom U-Form-Verlag leitete ich das Forum “Ausbildungsmarketing”. In zehn Minuten umrissen wir kurz, was erfolgreiches Ausbildungsmarketing ausmacht. Mein Schwerpunkt lag dabei natürlich auf den sozialen Medien. Danach gab es eine dreiviertel Stunde Zeit, gemeinsam mit den Teilnehmern zu diskutieren, wo die einzelnen Handlungsfelder liegen. Unser Forum war übrigens mit 30 Teilnehmern das bestbesuchte. Im Anschluss an die Foren wurden die Ergebnisse im Rahmen einer Podiumsdiskussion vorgestellt und in Zusammenhang gebracht.

Begrüßung der Gäste zur Veranstaltung bei der IHK UlmKai Gramke von der Prognos AG mit dem LeitvortragIm Praxisforum "Ausbildungsmarketing"Im Praxisforum "Ausbildungsmarketing"Im Praxisforum "Ausbildungsmarketing"Im Praxisforum "Ausbildungsmarketing"Im Praxisforum "Ausbildungsmarketing"Podiumsdiskussion und Präsentation der ErgebnissePodiumsdiskussion und Präsentation der Ergebnisse

IHK-Magazin: Interview über Ausbildungsmarketing mit Facebook

Ausbildungsmarketing ist das Titelthema des Magazin Wirtschaft 04/2011, dem Monatsmagazin der IHK Region Stuttgart. In diesem Rahmen hat die Redakteurin Fr. Dr. Annja Maga ein Experteninterview mit mir geführt. Sie fragte mich nach Ansätzen, wie Unternehmen auf Facebook um Azubis werben können. Meine Antworten hat Sie in einer Passage des Artikel verarbeitet, die ich hier zitiere:

[…] Was ist noch in bei Jugendlichen? Facebook natürlich! Eine Idee, die zwar noch in den Kinderschuhen steckt, durchaus aber Zukunft hat, wie Marcel Schreyer meint. Der Waiblinger Unternehmensberater kann auch sagen warum: „In sozialen Netzwerken ist gleich ein direkter Kontakt möglich. Das Unternehmen kann erzählen, was es zu bieten hat.“ Facebook sei aktuell das interessanteste Netzwerk am Markt, weil es eine riesige und immer noch stark wachsende Nutzergemeinde hat und alle Grundfunktionen – wie der Betrieb einer Fanseite für Unternehmen – kostenlos angeboten werden. Doch auch in der virtuellen Welt gebe es keinen Erfolg ohne systematische Analyse, stellt er klar. „Die Firma muss zunächst überlegen, was Schüler an ihrem Unternehmen ,cool’ finden sollen und was sie stolz und begeistert ihren Kumpels erzählen können, wenn sie tatsächlich dort eine Ausbildung beginnen“, erklärt der Marketingexperte. Dann müsse eine Seite entwickelt werden, die genau diese Inhalte transportiert. So eine Seite ist natürlich nie fertig, sondern muss kontinuierlich gepflegt werden.

Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten, die Zielgruppe dorthin zu schleusen: Man bewirbt die Seite ganz konventionell, zum Beispiel bei Ausbildungsmessen, via Newsletter oder durch Schulpartnerschaften. Es ist aber auch möglich, in Facebook selber Anzeigen zu schalten. „Man kann sehr genau nach Alter, Wohnort und dergleichen differenzieren, wer die Anzeige zu sehen bekommt“, sagt Schreyer. Bezahlt wird nach Klicks – die Kosten liegen im zweistelligen Cent-Bereich. Die dritte und eleganteste Methode besteht natürlich darin, dass die jungen Leute selbst über die Funktion „Teilen“ Inhalte der Seite an ihre virtuellen Freunde weiterempfehlen. Im Idealfall zieht das immer weitere Kreise.

„Das funktioniert aber nur, wenn Sie wirklich etwas Außergewöhnliches zu bieten haben“, sagt Schreyer. Mit lustigen Gimicks allein sei es jedoch nicht getan. „Sie wollen sich ja als seriöser Ausbildungsbetrieb präsentieren.“ Stattdessen empfiehlt der Marketingfachmann beispielsweise einen Wettbewerb, bei dem Schüler etwas konstruieren können. Das kann eine Werbeanzeige sein oder ein Windrad – je nachdem, was zum Untenehmen passt. „Alle Teilnehmer werden bestimmt ihre Ergebnisse fotografieren und die Fotos wiederum in Facebook hochladen, damit alle Freunde sehen was sie Tolles gemacht haben!“ […]

Den kompletten Artikel (Passagen über mich sind gelb markiert) aus dem Magazin Wirtschaft 04/2011 könnt ihr hier herunterladen.

Vortrag “Azubi-Recruiting mit Social Media” bei der IHK Stuttgart

Beim diesjährigen Ausbildungstag der IHK Region Stuttgart am 24.2.2011 hielt ich vor 130 Gästen den Vortrag “Azubi-Recruiting mit Social Media”. In rund einer Stunde erklärte ich den Zuhörern die Grundlagen des Social Web und wie man eine Social Media Strategie entwickelt. Dazu vermittelte ich konkrete Ansätze für das Ausbildungsmarketing mit Social Media und stellte drei Praxisbeispiele vor. Der Vortrag bestand aus drei Blöcken, dazwischen sorgten jeweils zwei weitere Referenten für Abwechslung. Andreas Schneider (Ausbildungsleiter) und Natalie Winkler (Personalreferentin) von Trumpf Werzeugmaschinen präsentierten ihre eigene Strategie beim Azubi-Recruiting sowie ihre Social Media Aktivitäten mit Facebook als zentralem Medium. Obwohl Trumpf hier noch am Anfang steht hat waren diese Erfahrungen aus erster Hand sehr aufschlussreich, nicht nur für die Gäste sondern auch für mich. Letzter Programmpunkt der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion, bei der wir Fragen aus dem Publikum beantwortet haben. Insgesamt dauerte das Programm zwei Stunden.

Das Feedback der Anwesenden war positiv bis begeistert. Die Inhalte, aber auch die kurzweilige Programmgestaltung kamen sehr gut an. Für viele war es das erste Mal, dass sie sich näher mit Social Media als Marketinginstrument beschäftigt haben. Ich bin gespannt, ob die guten Vorsätze umgesetzt werden und wir bald viele Social Media Aktivitäten beobachten können. Auch die IHK erwartet sich Impulse für Ihre Mitglieder: Nachwuchsprobleme in der Ausbildung sind zurzeit ein wichtiges Thema und Social Media Recruiting wird sicher ein Baustein der Lösung sein.

Zuhörer waren geladene Gäste der IHK Region Stuttgart, größtenteils Verantwortliche aus Personal- und Ausbildungsabteilungen von Unternehmen aus der Region. Der Berufsbildungstag fand 2011 zum 14. Mal statt. Neben der Veranstaltung für die Unternehmen wird vor allem ein Info-Parcours angeboten, in dem sich Schüler/innen über Ausbildungsberufe informieren können. Kooperationspartner des Events war der Wirtschaftsjunioren Stuttgart e.V., der mich als Redner entsandt hatte.