Schlagwort-Archiv: Geschenk

Guerilla-Aktion: Reebok T-Shirts für Lens

Wenn man Werbegeschenke verteilt kann man doch a) die Leute sich mal anstrengen lassen und b) einen öffentlichen Event daraus machen. So getan hat das Reebok in der französischen Stadt Lens: Des Nachts wurden in der ganzen Stadt Wäscheleinen mit T-Shirts aufgehängt. Am nächsten Tag reckten und streckten sich die Bürger um ein kostenloses Shirt zu ergattern. Die Idee finde ich spitze, weil jedes einzelne Geschenk dadurch ein vielfaches an Aufmerksamkeit bekam. Außerdem macht die Marke Reebok (zumindest an diesem Tag) einen sehr begehrten Eindruck, was dem Image sicher nicht schadet.

eBay: 100 Punkte für mich

Das nenne ich Kundenbindung im größten Online-Auktionshaus der Welt. Seit wenigen Tagen habe ich den türkisen Stern für 100 positive Bewertungen. Jetzt gratuliert mir die eBay-Belegschaft in einem personalisierten Video und überreicht mir eine Urkunde. Als Geschenk bekomme ich einen Bildschirmhintergund und einen Bildschirmschoner. Vielen Dank, das habe ich mir verdient! Schließlich sorge ich als zuverlässiger Kunde für gute Umsätze und den guten Ruf von eBay.

Und wie belohnen Sie Ihre Kunden für Treue und vorbildliches Verhalten?

Gutscheine, die Freude machen

Wie viele Gutscheine bekommen sie jede Woche? Ich wüsste es nicht. Jedes Kaufhaus, jeder Online-Shop und der Döner um die Ecke verteilen Gutscheine. 5 Euro, 10 Prozent oder kauf 2 zahl 1. Die meisten davon schmeiße ich weg. Manchmal löse ich welche ein, aber eher dann wenn ich sowieso was kaufen wollte. Das ist doch eigentlich schade, oder? Sollten Geschenke nicht Freude bereiten?

Wenn Sie Gutschein verteilen möchten, die besser ankommen und Ihre Kunden begeistern, dann finden Sie sicher diese Tipps nützlich, die ich auf unternehmenskick.de gelesen habe und hier kurz zusammenfasse:

  • Gestalten Sie den Gutschein hochwertig und in Ihrem Corporate Design, nehmen Sie gutes Papier oder eine Karte, schreiben Sie wenn möglich ein paar persönliche Zeilen darauf. Das macht den Kunden Freude wenn sie den Gutschein bekommen und auch beim Einlösen. Vielleicht wird ein hübscher Gutschein auch mit einer Empfehlung weiter verschenkt und Sie gewinnen einen neuen Kunden?!
  • Verschenken Sie Gutscheine ohne Verfallsdatum. Mal ehrlich, wollen Sie ständig daran denken, wann Sie wo welchen Gutschein spätestens einlösen müssen?
  • Verzichten Sie auf Kleingedrucktes. Je mehr Einschränkungen Sie dem Gutschein mitgeben, desto eher wirkt er wie eine billige Verkaufsmasche denn als Geschenk.
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Gutscheinaktion und geben Sie Richtlinien aus, wie kulant diese beim Einlösen der Gutscheine sein dürfen. Nichts ist frustrierender als wenn man freudig mit einem Gutschein einkaufen geht und an der Kasse dann die Diskussionen mit dem Personal losgehen.

Wenn Sie also eine Gutscheinaktion ausarbeiten, fragen Sie sich ganz ehrlich: Würde es mir Freude bereiten meinen eigenen Gutschein geschenkt zu bekommen und einzulösen?

Welche Erfahrungen haben Sie mit Gutscheinen gemacht? Welche Tipps haben Sie noch? Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Schoko statt Strafe: Geschenke, die wirklich gut ankommen

Die Stadt Fellbach (bei Stuttgart) hat sich für diese Tage eine besondere Stadtmarketingaktion ausgedacht: Während der Weihnachtstage erhalten Falschparker kein Knöllchen, sondern Schokolade unter den Scheibenwischer geklemmt. Das trägt zur Sympathie mit den sonst eher als “Abzocker” beschimpften Ordnungshütern bei, gerade wenn die Menschen sowieso im Stress sind. Außerdem wird sich der eine oder andere vor dem nächsten Parkverstoß an den netten Hinweis erinnern.

Die positive Wirkung der Aktion kommt sicherlich nicht vom Schokoladenpräsent, sondern hauptsächlich von den gesparten 15 Euro Verwarnungsgeld, auf die die Fellbacher Stadtkasse verzichtet – und die der Parksünder woanders ausgeben kann. Inspiriert von dieser Aktion (ich hörte gerade im Radio davon) habe ich mir Gedanken über Geschenke gemacht, die wirklich gut bei den Empfängern ankommen.

Seien wir doch mal ehrlich: Grußkarten, Schokolade oder dekorative Werbegschenke sind zwar nett gemeint… aber oftmals weiß man doch nichts damit anzufangen. Über Gutscheine, Rabatte oder Boni dagegen freut man sich immer. Machen Sie deshalb doch Ihren Geschäfts- oder Privatkunden eine besondere Überraschung! Schenken Sie umsatzstarken Kunden einen Gutschein, den sie beim nächsten Auftrag einlösen können. Gewähren Sie Frühbestellern im neuen Jahr einen Sonderrabatt, erlassen Sie für bestimmte Produkte die Versandkosten. Mit Kooperationspartnern könnten Sie vereinbaren, dass Sie den Kunden des jeweils anderen Partners geldwerte Vorteile schenken.

Das tolle an Geschenkaktionen wie diesen: Sie müssen nicht krampfhaft nach Ideen suchen. Der Nutzen für den Empfänger ist sehr hoch im Vergleich zu Ihren Kosten, die Empfänger fühlen sich entsprechend wertgeschätzt. Sie kurbeln Ihre Umsätze an, gewinnen sogar neue Kunden (bei Kooperationen). Außerdem machen Sie sich Ihre Preise nicht kaputt, da die Rabatte/Gutscheine anlassbezogen sind und keine allgemeine Preisreduzierung darstellen.

Am Messestand echten Mehrwert bieten

Vor einigen Wochen habe ich ein Mailing bekommen, in welchem ich zum Messestand meines Südamerika- Reisebüros auf der CMT eingeladen wurde. Dem Anschreiben lag außerdem eine nicht besonders schön gestaltete Preisliste mit den aktuellen Flügen und Pauschalangeboten bei. Da ich sowieso einen Kundentermin auf der CMT verabredet hatte, wollte ich auch kurz den Stand des Reisebüros besuchen. Um es vorweg zu nehmen: Es kam nicht dazu.

Aktuell wollte ich keine Reise buchen und hatte auch kein konkretes Interesse. Ich wollte einfach mal schauen, mich überraschen lassen, Neues kennenlernen. Doch als ich den Stand entdeckt hatte – schon das war gar nicht leicht – bot sich mir folgendes Bild: Eine kleine Theke mit einer halbwegs motivierten Dame, ein Regal, auf welchem neben derselben Liste wie im Mailing noch zwei Prospekte standen, die aber nicht vom Reisebüro selbst waren sondern von einem Reiseveranstalter. Auf die Schnelle konnte ich also keinen Grund erkennen, warum ich den Stand besuchen sollte. Das habe ich auch nicht getan. Ist es nötig, zu erwähnen, dass auch die anderen Besucher den Stand keines Blickes würdigten?

Wenn Sie also Ihre Kunden zu einer Messe einladen, dann machen Sie sich bitte darüber Gedanken, welchen Mehrwert Sie ihnen dort bieten können. Wie Sie Ihre Kunden dafür belohnen, dass Sie Ihrer Einladung gefolgt sind.

Der Messerabatt ist eines der beliebtesten und Instrumente. Allerdings wird hierfür meist nur lieblos eine Prozentzahl auf die Werbeprospekte gekritzelt – das ließe sich wesentlich schöner in Szene setzen. Viele Menschen gehen nicht wegen Rabatten auf Messen, sondern weil sie etwas erleben und sich unterhalten lassen wollen. Mit ein wenig Phantasie fallen Ihnen bestimmt zahlreiche Ideen ein, wie Sie auch diesen Menschen einen Mehrwert bieten können. Nicht jeder kann eine Samba-Show inszenieren oder Kunstschneebahnen aufbauen. Aber wie wäre es mit interaktiven Terminals? Einem Fotoshooting vor Urlaubstapete? Kleine traditionelle Geschenke aus der betreffenden Urlaubsregion?

Bitte machen Sie es besser als mein Reisebüro! … Ich hatte noch genügend Zeit auf der CMT. Obwohl ich immer zufrieden mit dem Reisebüro war, habe ich dann bei einem anderen Anbieter südamerikanische Luft geschnuppert.

Süße Sache: Bonbons für Ihre Kunden

BonbonglasBonbons sind günstig und als kleine Aufmerksamkeiten beliebt: Große Krabbelgläser auf den Verkaufstresen wecken Sehnsüchte alle Kinder, das Kaubonbon von der netten Kassiererin ist schon legendär. Doch auch Erwachsene lutschen gerne Fruchtgeschmack zum Vergnügen, Salbei für den kratzigen Hals oder Minze für den Atem. Also warum nicht mal die Bonbons aus dem Glas nehmen und sich ein paar schöne Geschenkideen überlegen? Passend zu verschiedenen Situationen bekommen Sie hier einige Anregungen:

  • Versandhändler: Legen Sie einem Kunden, der ein Produkt einer Sorte bestellt hat, einige Nimm 2-Bonbons mit ins Paket und schreiben Sie: “Wenn Sie das nächste Mal zwei nehmen, bekommen Sie eine ganze Tüte!”
  • Autowerkstatt: Füllen Sie den Aschenbecher oder ein anderes Fach mit Bonbons auf, bevor Sie ein Auto nach der Wartung/Reparatur zurückgeben: “Kostenlose Nachfüllung bei der nächsten Inspektion.
  • Einzelhandel: Bei hohen Temperaturen gekühlte Bonbons oder Eiskonfekt an die Kunden verteilen; in der Erkältungssaison dürfen es wohltuende Kräuterbonbons sein.
  • Restaurant oder Imbissbude: Wenn Geschäftsleute bei Ihnen zu Mittag essen, servieren Sie zu pikanten Speisen (Zwiebel, Knoblauch, etc.) immer ein Pfefferminzbonbon. Ihre Gäste und vor allem deren Kollegen werden es Ihnen danken.
  • Seminarveranstalter: Verteilen Sie zu Anfang des Seminars koffeinhaltige Kaffeebonbons oder legen Sie diese den Unterlagen bei. Das schafft Aufmerksamkeit – in doppelter Hinsicht.
  • B2B-Unternehmen: Hat Ihr Ansprechparner bei einem Kundenunternehmen Kinder, finden Sie unauffällig deren Geburtstag heraus. Schicken Sie Ihrem AP einen Tag vorher eine große(!) Tüte Bonbons ins Büro.
  • Taxifahrer: Kleine Süßigkeiten während der Fahrt sind auf jeden Fall eine gelungene Überraschung.

Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die großen Eindruck machen!

Foto: pixelio.de