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Gutscheine, die Freude machen

Wie viele Gutscheine bekommen sie jede Woche? Ich wüsste es nicht. Jedes Kaufhaus, jeder Online-Shop und der Döner um die Ecke verteilen Gutscheine. 5 Euro, 10 Prozent oder kauf 2 zahl 1. Die meisten davon schmeiße ich weg. Manchmal löse ich welche ein, aber eher dann wenn ich sowieso was kaufen wollte. Das ist doch eigentlich schade, oder? Sollten Geschenke nicht Freude bereiten?

Wenn Sie Gutschein verteilen möchten, die besser ankommen und Ihre Kunden begeistern, dann finden Sie sicher diese Tipps nützlich, die ich auf unternehmenskick.de gelesen habe und hier kurz zusammenfasse:

  • Gestalten Sie den Gutschein hochwertig und in Ihrem Corporate Design, nehmen Sie gutes Papier oder eine Karte, schreiben Sie wenn möglich ein paar persönliche Zeilen darauf. Das macht den Kunden Freude wenn sie den Gutschein bekommen und auch beim Einlösen. Vielleicht wird ein hübscher Gutschein auch mit einer Empfehlung weiter verschenkt und Sie gewinnen einen neuen Kunden?!
  • Verschenken Sie Gutscheine ohne Verfallsdatum. Mal ehrlich, wollen Sie ständig daran denken, wann Sie wo welchen Gutschein spätestens einlösen müssen?
  • Verzichten Sie auf Kleingedrucktes. Je mehr Einschränkungen Sie dem Gutschein mitgeben, desto eher wirkt er wie eine billige Verkaufsmasche denn als Geschenk.
  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Gutscheinaktion und geben Sie Richtlinien aus, wie kulant diese beim Einlösen der Gutscheine sein dürfen. Nichts ist frustrierender als wenn man freudig mit einem Gutschein einkaufen geht und an der Kasse dann die Diskussionen mit dem Personal losgehen.

Wenn Sie also eine Gutscheinaktion ausarbeiten, fragen Sie sich ganz ehrlich: Würde es mir Freude bereiten meinen eigenen Gutschein geschenkt zu bekommen und einzulösen?

Welche Erfahrungen haben Sie mit Gutscheinen gemacht? Welche Tipps haben Sie noch? Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Das Comeback der Flyer-Werbung

Ja, ja, der Flyer. Das wahrscheinlich älteste gedruckte Werbemedium hat es bis ins 21. Jahrhundert geschafft. Doch obwohl tagtäglich Millionen der kleinen Werbezettel gedruckt und verteilt werden belächelt man ihn doch nur noch. Was stand auf dem letzten Flyer, den Sie bekommen haben? Die Rücklaufqouten liegen meist im Nullkomma-Prozentbereich. Bringt man hunderttausende Flyer unter die Leute erzielt man auch damit erkleckliche Ergebnisse. Wenn Kleingründer jedoch beim Grafiker um die Ecke 500 Flyer gestalten, drucken lassen und dann irgendwo auslegen kommt am Ende selten etwas dabei heraus. Schade um das Geld. Geben wir es zu: In den meisten Fällen ist der Flyer Ausdruck fehlender Ideen, wie man besser werben könnte.

Doch damit will ich heute Schluss und den Flyer wieder zum salonfähigen Werbemittel machen. Zuerst bitte ich Sie, sich nicht von den geringen Produktionskosten für Flyer irritieren zu lassen. Aufwände für Idee, Konzeption, Gestaltung und Verteilung sind um ein Vielfaches höher. Wenn Sie das verinnerlicht haben spitzen Sie die Ohren für die 5 Erfolgstipps für das Comeback Ihrer Flyer-Werbung:

  1. Die Zielgruppe: Ein Flyer für alle, das wird nicht funktionieren. Grenzen Sie die Zielgruppe so spitz wie möglich ein und stimmen Sie die geplanten Inhalte genau auf diese ab. Das gilt auch für Format, Gestaltung und Verteilung. Ach ja, natürlich gibt es auch Zielgruppen die sich überhaupt nicht per Flyer erreichen lassen, so sehr Sie sich auch anstrengen.
  2. Das Argument: Eine altbekannte Werbe-Regel ist: Du hast nur wenige Sekunden um den Empfänger einer Botschaft zu interessieren. Gelingt das nicht, fliegt der Flyer in den Papierkorb. Nehmen Sie EIN Argument, stellen Sie dieses inhaltlich und gestalterisch heraus. Bullet-Point-Listen ade. Wenn der Flyer noch einen exklusiven Bonus bietet – Rabatt-Marke, Gutschein-Code fürs Internet – kann das zusätzlich wirken. Mit solchen Elementen messen Sie außerdem den Rücklauf von Flyer-Aktionen.
  3. Die Gestaltung: Auffallen ist angesagt. Klassisches Grafikdesign ist zwar ok, aber kein Gesetz. Warum den Flyer nicht kunstvoll selbst zeichnen (lassen) und vervielfältigen? Oder stempeln, schneiden, kleben, beflocken? Auch bei den Materialien können Sie kreativ sein: Stoffreste, Leinwand, Holz, Esspapier, Luftballons. In kleineren Auflagen ist alles machbar, vor allem wenn als Gründer noch mehr Zeit als Geld hat.
  4. Das Recycling: Wie schon erwähnt werden Flyer meist schnell weggeworfen. Warum eigentlich? Geben Sie den Empfängern einen Grund, Ihren Flyer weiterzuverwenden. Gestalten Sie eine Postkarte, die sich auch am Kühlschrank gut macht oder als Geschenkkarte taugt. Zeichnen Sie auf einem Flyer für Kinder Falz-Linien zum Bau eines Papierfliegers vor. Rezepte oder andere praktische Tipps sind zwar nicht superkreativ, aber ebenso zweckmäßig.
  5. Die Verteilung: Überlegen Sie sich, in welcher Situation bzw. an welchem Ort ein Empfänger am empfänglichsten (tolle Formulierung :-) für Ihr Angebot ist. Das kann der Briefkasten sein, jedoch eher in Ausnahmefällen. Verteilen Sie die Flyer lieber aktiv an attraktiven Orten, überreichen Sie sie mit einem freundlichen Kommentar. Wenn Sie Flyer bei Geschäftspartnern auslegen, briefen Sie diese entsprechend, an wen und wie die Flyer verteilt werden sollen. Im persönlichen Kontakt, so kurz er sein mag, wirken Flyer ganz anders.

So. Das Comeback des Flyers ist noch nicht geschafft. Sie wissen jetzt aber, wo Sie anfangen sollen. Und ich möchte nochmals betonen: Widmen Sie einer Flyer-Aktion die gleiche Aufmerksamkeit wie einer „teureren“ Werbemaßnahmen. Sehen Sie den Flyer nicht als billigen Streuartikel sondern als vollwertigen Bestandteil Ihres Werbe-Mixes. Ansonsten tun Sie im Unrecht. Dann wäre er beleidigt und würde sich schlichtweg weigern, neue Kunden für Sie zu gewinnen. Wollen Sie das?

Wie die Imagebroschüre ihren Namen verdient

Imagebroschüren (auch Firmenbroschüren genannt) sind nach Visitenkarten oftmals das erste Werbemittel eines neuen Unternehmens. Sie werden bei Kundenbesuchen überreicht, Mailings beigelegt oder auf Messen verteilt. Sie sollen dem Betrachter ein Bild – Image – des Unternehmens vermitteln und ihn motivieren, Kontakt aufzunehmen. Leider haben viele Imagebroschüren Ihren Namen ganz und gar nicht verdient. Leere Phrasen, Textwüsten und ellenlange Aufzählungen, zusammengewürfelte Fotos aus kostenlosen Bilddatenbanken oder sogar Word-Cliparts lassen die Broschüren im besten Falle nichtssagend, meistens aber negativ wirken. Warum ist das so?

Gerade in kleinen Betrieben sind Unternehmer für alles zuständig und gewohnt, alles zu entscheiden. Deshalb bestehen sie bei der Gestaltung der Werbemittel gerne darauf, auch hier die eigene Sichtweise und den eigenen Geschmack durchzusetzen. Doch insbesondere bei Imagebroschüren kann sich diese Gewohnheit fatal auswirken. Dann spiegelt die Broschüre nämlich das Selbstbild des Unternehmers wieder. Weil außenstehende Betrachter – also die Kunden – anders ticken und eine eigene Sichtweise haben, springt die Botschaft der Imagebroschüre nicht über. Das Ziel wurde schlichtweg verfehlt, die Produktion hätte man sich sparen können.

Der erste Schritt zu einer Imagebroschüre, die ihren Namen verdient, ist daher eine Frage: “Welches realistische Bild meines Unternehmens sollen meine Zielpersonen nach der Lektüre der Imagebroschüre haben?” Da leider niemand gegen eine gewisse Betriebsblindheit immun ist, sollte man sich zur Beantwortung dieser Frage eine externe Meinung holen, im besten Fall eine Agentur oder einen Berater.

Wenn die inhaltliche Linie steht, kann man sich Text und Gestaltung zuwenden. Hier gibt es einige einfache Regeln, mit denen Sie Ihrem Ziel einen großen Schritt näher kommen.

  1. Nicht labern! Je konkreter, kürzer und knapper Sie formulieren, desto eher wird der Text Wirkung erzielen. Außerdem sollten Sie auf abgedroschene Phrasen verzichten. Anstatt sich fantasievoll als “kompetenter Partner” zu bezeichnen, sagen Sie klipp und klar worin Ihre Kompetenz genau besteht und was der Kunden davon hat.
  2. Nicht was, sondern wer und wie! Ihre Leistungen lassen sich meist in wenigen Sätzen beschreiben. Viel interessanter für den Leser ist doch, wer Sie sind und wie Sie arbeiten. Denn darin unterscheiden Sie sich von Ihren Mitbewerbern. Außerdem bauen Sie Vertrauen auf, wenn Sie persönliche Einblicke geben.
  3. Lasst Kunden sprechen! Ehrliche Kundenmeinungen sagen tausendmal mehr über ein Unternehmen aus als jeder Marketingtext.
  4. Bild dir dein Image! In den meisten Broschüren sind Bilder das bestimmende Element. Statt kostenlose Schnappschüsse aus dem Internet sollten Sie hochwertige Bilder oder Fotos mit einer einheitlichen Linie (Motiv, Farbe, Aussage,etc.) wählen, die Ihr gewünschtes Image unterstützen. Ein Foto-Shooting in Ihren Betriebsräumen ist auch gar nicht so teuer, wie Sie denken.
  5. Es kommt nicht auf die Größe an! Die 20-seitige Hochglanzbroschüre passt vielleicht zum mittelständischen Maschinenbauer, zum Ein-Mann-Hausmeisterservice sicher nicht. Ein ungewöhnliches Format kann gewählt werden, um auch mit wenig Inhalt Aufmerksamkeit zu erregen.

Ob Sie die Broschüre nun vom designbegabten Cousin dritten Grades oder von einer ausgewachsenen Agentur gestalten lassen spielt zunächst keine Rolle. Aber Sie sollten wissen, dass eine Imagebroschüre nicht mal nebenbei erstellt werden kann. Ein schlechtes Image können Sie später auch nicht mal nebenbei wieder umdrehen. Planen Sie also genügend Zeit und Geld ein, nehmen Sie Ihre eigene Meinung etwas zurück… und beachten Sie natürlich meine Tipps! Damit Ihre Imagebroschüre den Namen auch verdient.

Mass Customization: Der Kunde als Produkt-Designer

Individualität ist in und für viele Menschen ein wichtiges Auswahlkriterium beim Einkauf! Mass Customization heißt ein Trend, welcher gezielt die Individualisten unter uns bedienen soll. Der englische Begriff bezeichnet die Möglichkeit für Kunden, selbst Produkt-Designer zu werden und Massenprodukte nach eigenem Geschmack verändern zu können. Wie sieht Mass Customization in der Praxis aus und was bringt es?

Seit kurzem bietet z.B. die Deutsche Post den Plusbrief Individuell an, bei dem das Briefmarkenmotiv sowie ein Teil des Kuverts frei gestaltbar sind. Mit solchen Angeboten heben Sie sich nicht nur von Standardprodukten der Wettbewerber ab. Kunden sind bemerkenswerterweise bereit, für die Einzelstücke deutliche Preisaufschläge zu zahlen. So lassen sich Brieffreunde die individuellen Plusbriefe über 1,50 EURO kosten, für einen Standardbrief plus Porto wären nur etwa 0,70 EURO fällig. Nicht schlecht, oder?! Außerdem werden selbst gestaltete Produkte stolz im Freundeskreis herumgezeigt oder als ganz persönliches Geschenk weitergegeben. Das ist nichts anderes als kostenlose Werbung.

Rund um den Globus gibt es bereits zahlreiche Unternehmen, die mit Mass Customization gute Geschäfte machen. So können in den USA eigene Teddybären zusammengestellt werden, in Deutschland sind gerade individuelle Müsli-, Tee- und Schokokreationen in aller Munde. Doch auch ohne bahnbrechendes Konzept und als kleines Unternehmen können Sie an diesem Trend teilhaben.

Eine Weinhandlung könnte Ihre Kunden selbstklebende Flaschenetiketten gestalten und ausdrucken lassen. Im Modegeschäft wären sicher zahlreiche Kundinnen zu begeistern, wenn Sie aus Massenware persönliche Outfits kreieren könnten — die Accessoires dazu gibt es natürlich gleich im Laden. Selbst für so trockene Themen wie Software ließe sich eine passende Idee finden: Mit verschiedenen Templates, Grafik- und Multimediaelementen könnte jeder Nutzer die Software an seinen Geschmack oder Desktop anpassen. Als Steigerung könnten Sie sogar Wettbewerbe veranstalten, bei denen die besten Kundenkreationen gegeneinander antreten…

Als ob höhere Preise, Mundpropaganda und Wettbewerbsvorteile noch nicht genug wären, hat Mass Customization noch einen weiteren positiven Effekt: Die Kunden verraten Ihnen bei der Produktgestaltung etwas über Ihren eigenen Geschmack. Wenn Sie Ihre Kunden über längere Zeit „beobachten”, können Sie daraus wertvolle Erkenntnisse für die zukünftige Entwicklung und Gestaltung Ihres Standardsortiments ziehen.