In den letzten Monaten habe ich jede Woche 2-3 Termine eingeplant um Leute zu treffen und Veranstaltungen zu besuchen. Einfach so. Das heißt, wenn ich mich mal wie ein Politiker ausdrücken darf, dass ich mich komplett ergebnisoffen in die Situationen begab. Es gab keine direkten Anknüpfungspunkte, um gemeinsam Geschäfte zu machen. Ich wollte die Betreffenden auch nicht als Kunden haben. Ich habe mich auf den Veranstaltungen auch nicht irgendwie präsentiert. Einige der Leute kannte ich schon länger, die meisten davon hatte ich bis dahin nicht näher kennen gelernt.

Wenn ich anderen dann von diesen Treffen erzähle, schauen sie oft komisch. “Ist das ein Kunde?” “Ja, hat der denn Aufträge für dich?” Wenn ich das verneine, ziehen sie ratlos von dannen. Manchmal versuche ich, den Networking-Gedanken zu erklären: ‘Sich kennen lernen, Vertrauen fassen, Sympathien aufbauen… danach Gelegenheiten ergreifen, dem anderen Gutes zu tun, sich wieder treffen, sich besser kennen lernen… irgendwann wird sich schon etwas ergeben… oder eben auch nicht.’ So läuft das, das ist Networking. Und wenn mal der eine oder andere Lucky Shot dabei ist, den ich von Fleck weg als Kunden abschleppe, umso besser. Oder wenn mich jemand gleich an einen Kontakt weiterempfiehlt.

Doch selbst wenn wir mal rein hypothetisch annehmen, dass ich durch das ganze Networking keine Kunden und keine Weiterempfehlungen bekomme, dann hätte es sich trotzdem absolut gelohnt. Wenn ich offen in ein Gespräch gehe kann ich daraus meist mehr mitnehmen, als ich anfangs gedacht hätte. Super spannend ist vor allem, wenn ich mit Menschen aus anderen Branchen rede oder mit viel erfahreneren Unternehmern. Da kriege ich so viele neue Perspektiven und versteckte Tipps und Tricks, die nicht mit Geld zu bezahlen sind. Aus meinen letzten Gesprächen habe ich mehrere Anregungen bekommen, die ich sofort umsetzen werde. In meinem Angebotsportfolio, meinen Preisen und meinen Vertriebsmethoden. Ich habe von einer mir bis dahin unbekannten Software erfahren und von Kontakten, die mir bei einem Problem weiterhelfen können.

Sicherlich, wenn ich den Zeitaufwand rein betriebswirtschaftlich gegen den Nutzen aufrechnen würde, wäre das Ergebnis nicht besonders effizient. Aber: Ohne die Gespräche hätte ich diese Dinge nie oder erst sehr viel später erfahren. Und hätte dadurch vielleicht anderweitig viel Geld und Zeit verschwendet. Außerdem gibt es ja dann doch noch die Sache mit den Kunden und den Weiterempfehlungen… ;)

Deshalb werde ich weiterhin fleißig netzwerken, einfach so. Aus jedem Treffen, jeder Veranstaltung nehme ich immer irgendetwas mit. Und selbst wenn sich mal wirklich nichts ergibt, habe ich zumindest neue Menschen kennen gelernt. Wie sagt man: It´s people business.

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5 Responses to Networking, einfach so?

  1. Brauch ich wohl kaum groß was zu sagen :-) RT @marcelschreyer: Networking, einfach so? http://bit.ly/aoH4ax

  2. RT @comma5: Networking, einfach so? Bringt das was? Neu gebloggt vom #marktschreyer: http://ow.ly/1RY6D #networking ^ms

  3. Networking, einfach so? Bringt das was? Neu gebloggt vom #marktschreyer: http://ow.ly/1RY6D #networking ^ms

  4. Wie @comma5 besuche auch ich häufig Business-Events, auf denen sich interessante Kontakte ergeben können (via @Thoxan): http://bit.ly/agkybI

  5. stimmt der Networking-Philosophie von @comma5 absolut zu – keine Opfer-Suche, sondern offene Kommunikation http://bit.ly/agkybI #Akquise

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