Millionen Straßenschilder müssen weg: Virales Video von XING

Das Business-Netzwerk XING hat sich in den USA den eigenen Namen als Marke schützen lassen. Der Begriff XING wird jedoch in den USA landläufig als Abkürzung für den Begriff “Crossing” verwendet.* Deshalb müssen nun Millionen von Straßenschildern ausgewechselt werden. Statt bspw. des Schildes “School Xing” (Vorsicht, Schulweg kreuzt!) wird neuerdings die Aufschrift “School Cross” verwendet. Die Kosten für den Austausch sind astronomisch, entsprechender Unmut richtet sich gegen die XING AG…

Das will uns zumindest ein Nachrichtenbeitrag weismachen, der seit eingen Wochen im Netz kursiert und richtig Wirbel macht; in den USA natürlich noch mehr als hierzulande. Der Spot ist jedoch gefälscht und von XING selbst in Umlauf gebracht worden: Ein clevere virale Aktion, die viel Medienpräsenz eingebracht hat!

* X = Cross (dt.: Kreuz), Xing = Crossing (dt.: Kreuzung, Kreuzen, Überqueren)

8 Gedanken zu „Millionen Straßenschilder müssen weg: Virales Video von XING

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  4. Affiliator

    In Deutschland wäre das überhaupt nicht möglich, denn:

    1. Markennamen sind nicht mehr schutzfähig, soweit es sich um allgemein verbreitete Begriffe handelt, da weder die Ausnutzung der bereits (umgangs)sprachlich gegebenen Verbreitung eines Begriffes für Marketingzwecke durch rechtliche Sanktionierung unterstützt werden soll, noch der Ausdruck dem Allgemeingut der Sprache entzogen werden darf.

    2. Auch gegen den Gebrauch bereits geschützter Namen außerhalb der markenrechtlichen Befugnis besteht selbst dann kein Unterlassungsanspruch, wenn diese erst nachträglich, sogar durch den Bekanntheitsgrad des betreffenden Markennamens selbst, zum Sprachgut, auch zur allgemeinen Bezeichnung einer Art von Erzeugnissen ohne tatsächliche Bezugnahme auf einen bestimmten Hersteller, geworden sind (beispielsweise “Tempotaschentuch”), sofern es sich nicht um eine missbräuchliche Benutzung handelt, die gerade auf die Verwechslung der Herkunft eines beworbenen Erzeugnisses mit dem Markeninhaber (oder den von diesem genehmigten Verwendern) abzielt.

    3. Die Unterlassung der Verwendung von Markennamen und ihnen bis zur Nachahmung ähnlicher Ausdrücke kann in Deutschland grundsätzlich nur dann begehrt werden, wenn der Verwender in einem Wettbewerbsverhältnis zum Rechteinhaber steht oder eine öffentlichkeitswirksame Verwechslung mit den durch den Markeninhaber beworbenen Erzeugnissortimenten zu befürchten ist, welche die gedankliche Verbindung zwischen Erzeugnis, Hersteller und hierfür registriertem Markennamen bei dessen Zielgruppe aufweichen könnte. Für letzteres als Grundlage einer Unterlassungsforderung ist allerdings kein Wettbewerbsverhältnis erforderlich, vielmehr genügt bereits eine hinreichend wahrscheinliche Einwirkung des außerhalb der Inhaberbefugnis erfolgenden Gebrauchs der Marke auf deren Zielgruppe. Bei einem offenkundig werbewirksamen Einsatz des Begriffes und nicht widerlegbarer Kenntnis von dem rechtmäßigen Gebrauch des Markennamens ist regelmäßig von einer hinreichend wahrscheinlichen Beeinträchtigung der Marke und damit widerrechtlicher Verwendung auszugehen. (Wenn bspw. eine Versicherung den Markennamen eines Elektronikerzeugnisses oder ein Reinigungsmittelhersteller den Namen eines Nahrungsmittels benutzt, könnte es die Erinnerung und allgemeine Kenntnis der ursprünglich mit dieser Marke in Verbindung zu bringenden Erzeugnisse durchaus beeinträchtigen.)

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  5. LEADSExplorer

    Vielleicht müssen wir “U-Turn” als Marke schützen lassen.
    Davon gibt’s auch Millionen von Straßenschildern.
    Nur was hat unsere Dienstleistung mit “U-Turn” zu tun?

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  6. Maike Wesa

    Zu den zahlenden und damit eigentlichen Zielkunden von Xing gehören Geschäftsleute, die sich über die Plattform neue Aufträge und Kontakte versprechen.

    Taxifahrer und Supermarktkassiererinnen würden dem wohl kaum etwas abgewinnen und daher steht das wohl außer Frage.

    Maike Wesa
    http://www.publicadverts.de

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  7. Trendsderzukunft

    Hintergrund und Auslöser für dieses Video ist, dass Linkedin zunehmend auch auf den deutschen Markt drängt (neu mit deutscher Oberfläche) und quasi als Reaktion Xing auch gezielt auf den Amerikanischen Markt abzielt.

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  8. frank

    Das funzt so lange, wie das Produkt zur Zielgruppe passt. Wenn es denn irgendwann darum geht neben Selbständigen und Führungskräften auch Taxifahrer, Friseure oder Supermarktkassiererinnen ins Netzwerk zu holen, wird man sich ggf. etwas (noch?) Profaneres einfallen lassen müssen.

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